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Good At Kolumne: Alissia Passia

In ihrer neuen Kolumne schreibt Alissia Passia, welche Ăśberraschungen sich hinter ihrer eigenen Berufsbezeichnung verbergen und was so ein Titel noch fĂĽr TĂĽcken mit sich bringt, wenn man auf Jobsuche ist.
Creative Director Text: ein Job, den es nicht gibt.

Egal ob LinkedIn oder Arbeitsamt, ist man als CD Copy gefĂĽhrt, warten oftmals Ăśberraschungen, die rein gar nichts mit dem eigenen Begehr zu tun haben. Ăśber das Suchen, Finden und die Frage nach der eigenen Jobexistenz.

Einen Job zu finden ist in der heutigen Zeit gar nicht so einfach. Fernab von Wirtschaftskrise und Insolvenz, ist man bei der Suche oft auf sich allein gestellt. Grund dafür Tücken, in den Reihen derer, die eigentlich helfen sollen. So fehlt es vielen am reinen Basiswissen, wie der LinkedIn Suche gern an Präzision und Maschinenverstand und fatalerweise auch an der passenden Berufsbezeichnung. Einmal die Jobempfehlungen aktiviert, findet man sich im Kessel Jobbuntes und erhält als Creative Director Text Unmengen von Art Director Stellen angeboten.

Arbeitsamt bringt weiter – nur wohin?

Doch wer möchte das berufliche Schicksal in die Hände und Abgründe der Jobnetzwerke legen, gibt es schließlich noch das Arbeitsamt. Das wirbt seit diesem Jahr selbstbewusst mit dem Claim „bringt weiter“. Nur wohin, frage ich mich, wenn es den eigenen Job gar nicht gibt? Und so wird man auch hier unter Art Direktor abgespeichert, ist ja schließlich auch ein Direktor im Namen drin. Fertig ist die Verwirrung, die noch mehr gesteigert wird, wenn Jobs für Social Media Manager eintrudeln. Nachgefragt heißt es nur „Den Job haben wir hier nicht“ und einem wird nahegelegt, etwas Ähnliches einzutragen.

Plausibel, wofĂĽr hat man schlieĂźlich den Weg eingeschlagen und ist den Beruf jahrelang, gar Jahrzehnte, nachgegangen, wenn’s denn nun etwas Ă„hnliches sein darf. Präzision auf den Punkt, will man meinen, warum nicht gleich alle unter „irgendwas mit Werbung“ einordnen.

 

Richtungen, die ich niemals einschlagen wollte

Bevor ich zukünftig mit der Nonchalance einer Pipi Langstrumpf auf die Suche nach meinem Berufs-Ich gehe – ich mach mir die Jobs, Widdewidde wie sie mir gefällt – google ich nach Stellenausschreibungen für den Creative Director Text. Und schau an, nun stehen mir noch mehr Möglichkeiten offen: Lektor, SEO/SEA AD Manager, Richtungen, die ich niemals einschlagen wollte. Aber, aber, wer googelt heutzutage noch außer mir, darum fragen wir die schlaue KI:
Ein Creative Director (CD) im Bereich Text leitet die kreative Entwicklung von Kampagnen und Kommunikationsstrategien, indem er visionäre Leitideen entwickelt, Teams (Texter, Designer) führt… Er ist das Bindeglied zwischen Kunde und Agentur und stellt sicher, dass Text und Bild zusammenwirken.

Die Quellen des unerschöpflichen Internets wissen es also auch nicht besser, denn ist es gar nicht gewöhnlich, dass Texter auch visuell etwas auf den Kasten haben und auch das Designteam führen. Aber eigentlich auch schön, wenn Potentiale neu entdeckt werden, man muss nur daran glauben. Oder suchen (lassen).

Cogito, ergo sum – da und irgendwie doch nicht. Denn es gibt mich nicht. Und doch gibt es mich.

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